
Schon als ich gestern im Lauf des Tages die Schlagzeile aufgeschnappt habe, dass eine Seebrücke in England einem Großbrand zum Opfer gefallen sei, hat mich ein ungutes Gefühl beschlichen. Und tatsächlich: Es ist die Pier von Weston-super-Mare, die gestern morgen bis auf das Fundament heruntergebrannt ist.
Es war Februar 2006, als ich in Weston-super-Mare war, zusammen mit meinen Eltern und meiner damaligen englischen Mitbewohnerin. (Das aktuelle Headerbild dieses Blogs stammt übrigens auch von diesem kleinen Ausflug an die englische Atlantikküste.) Die Brücke die es nun nicht mehr gibt war nicht nur historisch, sondern auch so schön malerisch, dass ich an diesem Tag dort sehr viel fotografiert habe – und natürlich auch diverse Spielautomaten ausprobiert.

Die aktuellen Besitzer wollen die Pier wieder aufbauen, uns zwar in “its former glory”. Ich hoffe sehr, dass es auch soweit kommt, natürlich für Weston und die Menschen, deren Lebensunterhalt von der Seebrücke abhängt. Aber auch, weil es wahnsinnig schade wäre, wenn ein so schönes Bauwerk für immer verloren ginge – auch wenn der Neubau immer nur ein bestenfalls bemühtes Abbild des historischen Originals sein kann.

(Fotos alle von mir)
