Vor kurzem hatte uxzentrisch einen Vortrag von Hannah Donovan, Creative Director bei last.fm, zum Thema. Eine eher kurze Notiz, die aber trotzdem meine Aufmerksamkeit weckte, denn Frau Donovan sprach über Magie, genauer über Magical Experience. Es ging darum, wie man mit Hilfe solcher ‘magischen Erlebnisse’ auf einer Website die Nutzer auf eine solche Weise positiv überraschen und emotional berühren kann, dass sie allein dadurch gerne wiederkommen und die Site wirklich nutzen.
Über Hannahs Wortwahl habe ich mich aus zweierlei Gründen gefreut:
1. gehört für mich zum Frustrierendsten am weiten Feld des User Experience Designs, dass es viel zu oft mit reiner Usability gleichgesetzt wird. Dabei beinhaltet der Begriff ‘Experience’ so viel mehr als nur das Vermeiden möglicher Fallstricke. Natürlich ist das Thema emotionaler Mehrwert oder sogar direkt ‘magical experience’ von Webanwendungen nicht neu, im Gegenteil. Und trotzdem besteht immer noch der Trend, User Experience in ein ausschließlich rational-messbares Korsett zu pressen, so dass von Magie letztendlich wenig übrig bleibt.
2. kam mir der Begriff der Magical Experience schon in den Sinn, als ich das Thema dieses Blogs neu definiert habe: die magischen Momente und Erfahrungen in dieser oft grauen und allzu funktionalen Welt. Auch speziell im Bereich der UX – aber nicht ausschließlich darauf beschränkt.
Danke also an Hannah Donovan dafür, dass sie der UX wieder ein bisschen mehr Magie eingehaucht hat.

