October 12th, 2008 |
| Posted in City Tales, Egocentricity, User Experience

Die Berlin Web Week hat begonnen: Dieses Wochenende fand in Berlin das EduCamp2008 statt, ein get-together von Professionals und Interessierten aus dem weiten Feld des eLearnings. Ganz in der Tradition eines BarCamps ist auch das EduCamp eine so genannte Un-Konferenz. Will heißen, jeder ist dazu aufgefordert sich aktiv einzubringen, sei es durch eigene Vorträge, Diskussionen und/oder Berichterstattung via Blogs oder Twitter. Mit meinen Kollegen von BB&K war auch ich vor Ort, mit einem Vortrag zum Thema vertriebsorientiertes eLearning großer Unternehmen in Gepäck (den ich aber nicht gehalten habe).
So trafen wir uns dann auch alle am Samstag Morgen im Erwin-Schrödinger-Zentrum der Humboldt-Universität und stellten direkt dort den Plan für den Tag zusammen. Schon hier wurde deutlich, dass der Schwerpunkt der Vorträge auf dem Bereich eLearning in und für Bildungseinrichtungen lag. Wie nicht zu vermeiden war, überschnitten sich viele interessante Beiträge, zum Beispiel der BB&K-Vortrag mit der Session über Serious Games und der Live-Schaltung zu Graham Attwell, der über PLEs sprach. Letztere beiden habe ich daher leider verpasst.
Die Sessions zeigten einiges Neues und warfen interessante Fragen auf, aber oft hatte ich auch das Gefühl, dass das theoretisch-didaktische Potenzial der Themen nicht völlig ausgeschöpft wurde. Stattdessen fand eine reine Auflistung von Tools und Technologien statt, die für sich genommen in vielen Fällen auch nicht mehr taufrisch sind – wie zum Beispiel viele altbekannte Web 2.0-Formate. Aus diesem Grund hat der Video-Vortrag des eLearning 2.0-Pioniers Stephen Downes leider nicht meine Erwartungen erfüllen können. Auch weil der Fokus so stark auf dem Bereich Lernen in Schulen und Universitäten lag und Corporate Learning nur am Rande angesprochen wurde – und das in erster Linie durch uns – habe ich am heutigen Sonntag auf die weite Reise nach Berlin-Adlershof verzichtet.
Trotzdem hat sich der Besuch des EduCamps gelohnt: Es gab viele interessante Gespräche, spannende Ideen und neue Kontakte zum Rest der deutschen eLearning-Szene. Und auch die lockere, offene Atmosphäre einer solchen Un-Konferenz fand ich sehr anregend. Wie schön, dass es kommendes Wochenende mit dem BarCamp Berlin gleich weiter geht!
September 6th, 2008 |
| Posted in Lifestyle Design, User Experience

Bei Sex and the City und Der Teufel trägt Prada waren sie genauso Stars wie die Schauspielerinnen selbst: die nicht zu übersehenden Outfits von Patricia Field. Nach ihren Erfolgen als Stylistin war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Patricia ihre eigene Kollektion auf den Markt bringt. Das Ergebnis: Destination Style™ New York. Das Ganze ist aller Voraussicht nach eine einmalige Sache und auch nur in ausgewählten Ländern und Läden zu haben. In Deutschland kann man die Kollektion exklusiv über einen Online-Shop beziehen (außer man wohnt in der Nähe des Centro Oberhausen). Der weltweite Startschuss ist der 16. Oktober 2008.
Die internationale Website und der Online-Shop stammen übrigens von Bassier, Bergmann & Kindler, also meinem Arbeitgeber. Ich selbst habe zwar nicht an diesem Projekt mitgewirkt, aber so kann ich genauso gespannt sein auf die Kreationen von Patricia wie alle anderen auch.
May 2nd, 2008 |
| Posted in Egocentricity, Magical Reality, User Experience
People keep asking me about my job: “What on earth does an information architect do??” At least some do know that it’s got something to do with the internet but I’m never sure how to describe my job satisfactorily so that also non-webdesigners get it.
But now I’ve found a clip that will answer any questions. It’s about the creation of the new Volkswagen UK website (which I wasn’t a part of, by the way). The clip shows – absolutely realistically of course – what information arcitects are doing all day long. I especially love the part of filling up the loading bar with paint. This is always so much fun! But take a look yourself:
Via Integrierte Informationsarchitektur.
January 6th, 2008 |
| Posted in City Tales, Egocentricity
Ich habe das Ende eines Jahres und den Anfang des nächsten immer gern als willkommene Chance für eine Art Neustart gesehen. Neue Ziele, neue Motivation, neue Gelegenheiten, das Jahr zu einem Besonderen in meinem Leben zu machen. Doch der gerade zurückliegende Jahreswechsel hat das mit dem Neustart wohl sehr wörtlich verstanden: Mit 2008 kam bisher nicht nur der ersehnte neue Job, ich lebe seit dem 1. Januar auch in einer neuen Stadt. Und die heißt Berlin.
Noch zur Zeit meines letzten Eintrags war Berlin als potenzieller Wohn- und Arbeitsort ganz weit weg, und das nicht nur geografisch. Eine interessante Stadt, sicher, aber ich habe dann zunächst doch lieber in anderen, näher liegenden Städten nach Jobangeboten gesucht. Doch dann ging alles ganz schnell und ich bin nun auf einmal Hauptstadt-Bewohnerin. So ganz habe ich es selbst noch nicht realisiert.
Viel gesehen habe ich noch nicht von Berlin, ich kann aber schon mit Sicherheit sagen, dass Berlin riesig groß ist. Und sehr kalt. Und natürlich auch sehr aufregend, mit wahnsinnig vielen Möglichkeiten. Man darf also gespannt sein.
September 2nd, 2007 |
| Posted in Egocentricity, Lifestyle Design
Schon seit einer Woche zieren offizielle Hochschulstempel die vier gedruckten Exemplare meiner Bachelorarbeit. Sie ist also fertig, ich kann nichts mehr dafür tun – auch wenn mich ab und zu noch das spontane Bedürfnis packt, weiter daran zu arbeiten, sie noch besser zu machen. Monate voller Stress und schlechtem Gewissen, sobald ich mal nicht an der Arbeit saß, lassen sich wohl nicht so leicht abschütteln.
Was habe ich sehnsüchtig Pläne geschmiedet für die Zeit nach dem großen Tag: viel feiern, viele schöne Bücher lesen, viele Filme schauen, viel einkaufen gehen, den ganzen Tag gelangweilt in Cafés herumsitzen, einfach nur weil ich es kann. Aber auch bewerben auf all die tollen Arbeitsstellen, die auf mich warten, sobald ich endlich fertig bin. Endlich sich nicht mehr nur fürs Studium stressen, sondern für einen richtigen Job, mit dem ich die Welt verändern und dabei auch noch Geld verdienen kann.
Aber nach einer Woche sieht die Lage etwas anders aus als geplant: Als ich endlich feiern wollte, bin ich vor Müdigkeit fast umgefallen. Filme habe ich so wenige gesehen wie Klamotten-Läden von innen und das Leben in Cafés ist auf Dauer einfach zu teuer. Wenigstens das Lesen klappt einigermaßen, dank Harry Potter #7. Aber über das Thema Bewerbungen will ich am liebsten noch gar nicht nachdenken. Ich bekomme zwar genug Ratschläge in die Richtung: “Mach’ doch erst mal Pause, fahr’ in Urlaub, das Arbeitsleben wird noch früh genug anfangen.” Stimmt ja auch. Aber auf der anderen Seite werde ich auch schon jetzt, direkt nach Abgabe der Arbeit, ständig gefragt: “Hast du schon einen Job? Noch nicht?? Aber du bewirbst dich schon, oder?” – so dass ich das Gefühl bekomme, dass der Zug demnächst ohne mich abfährt, wenn ich nicht möglichst schnell mein Ticket kaufe. Dabei muss ich doch erst noch herausfinden, wie das, was mir beruflich vorschwebt, sich überhaupt genau nennt (soweit ich mir schon einen Überblick verschaffen konnte, scheinen sich die potenziellen Arbeitgeber in diesem Punkt aber auch noch nicht ganz sicher zu sein).
Ich fühle mich gerade wie zwischen zwei Leben. Das eine konnte ich erfolgreich abschließen, was mich aber auch viel Kraft gekostet hat – vielleicht kommt mir deswegen auch das Leben, das jetzt folgt, gleichermaßen spannend und bedrohlich vor. Die Welt steht mir nun offen, eine große Chance, aber auch eine große Herausforderung. Wie soll es nun weiter gehen? Die schlechteste Antwort auf diese Frage wäre wohl, wenn ich die Zeit nur mit Ängsten und Grübeleien über meine Zukunft verbringe und so zum einen meine Batterien nicht optimal wieder auflade, zum anderen und vor allem aber auch keinen Schritt voran komme. Doch wie findet man im Labyrinth namens Leben den richtigen Weg; den, auf dem man voller Vertrauen, Zuversicht und Motivation auf das Ziel der beruflichen wie persönlichen Erfüllung hin zuschreiten kann? Gibt es diesen Weg überhaupt?