Neues Jahr, neues Leben

January 6th, 2008 | Comments Off | Posted in City Tales, Egocentricity

Ich habe das Ende eines Jahres und den Anfang des nächsten immer gern als willkommene Chance für eine Art Neustart gesehen. Neue Ziele, neue Motivation, neue Gelegenheiten, das Jahr zu einem Besonderen in meinem Leben zu machen. Doch der gerade zurückliegende Jahreswechsel hat das mit dem Neustart wohl sehr wörtlich verstanden: Mit 2008 kam bisher nicht nur der ersehnte neue Job, ich lebe seit dem 1. Januar auch in einer neuen Stadt. Und die heißt Berlin.

Noch zur Zeit meines letzten Eintrags war Berlin als potenzieller Wohn- und Arbeitsort ganz weit weg, und das nicht nur geografisch. Eine interessante Stadt, sicher, aber ich habe dann zunächst doch lieber in anderen, näher liegenden Städten nach Jobangeboten gesucht. Doch dann ging alles ganz schnell und ich bin nun auf einmal Hauptstadt-Bewohnerin. So ganz habe ich es selbst noch nicht realisiert.

Viel gesehen habe ich noch nicht von Berlin, ich kann aber schon mit Sicherheit sagen, dass Berlin riesig groß ist. Und sehr kalt. Und natürlich auch sehr aufregend, mit wahnsinnig vielen Möglichkeiten. Man darf also gespannt sein.

Das Ende ist der Anfang

September 2nd, 2007 | 1 | Posted in Egocentricity, Lifestyle Design

Schon seit einer Woche zieren offizielle Hochschulstempel die vier gedruckten Exemplare meiner Bachelorarbeit. Sie ist also fertig, ich kann nichts mehr dafür tun – auch wenn mich ab und zu noch das spontane Bedürfnis packt, weiter daran zu arbeiten, sie noch besser zu machen. Monate voller Stress und schlechtem Gewissen, sobald ich mal nicht an der Arbeit saß, lassen sich wohl nicht so leicht abschütteln.

Was habe ich sehnsüchtig Pläne geschmiedet für die Zeit nach dem großen Tag: viel feiern, viele schöne Bücher lesen, viele Filme schauen, viel einkaufen gehen, den ganzen Tag gelangweilt in Cafés herumsitzen, einfach nur weil ich es kann. Aber auch bewerben auf all die tollen Arbeitsstellen, die auf mich warten, sobald ich endlich fertig bin. Endlich sich nicht mehr nur fürs Studium stressen, sondern für einen richtigen Job, mit dem ich die Welt verändern und dabei auch noch Geld verdienen kann.

Aber nach einer Woche sieht die Lage etwas anders aus als geplant: Als ich endlich feiern wollte, bin ich vor Müdigkeit fast umgefallen. Filme habe ich so wenige gesehen wie Klamotten-Läden von innen und das Leben in Cafés ist auf Dauer einfach zu teuer. Wenigstens das Lesen klappt einigermaßen, dank Harry Potter #7. Aber über das Thema Bewerbungen will ich am liebsten noch gar nicht nachdenken. Ich bekomme zwar genug Ratschläge in die Richtung: “Mach’ doch erst mal Pause, fahr’ in Urlaub, das Arbeitsleben wird noch früh genug anfangen.” Stimmt ja auch. Aber auf der anderen Seite werde ich auch schon jetzt, direkt nach Abgabe der Arbeit, ständig gefragt: “Hast du schon einen Job? Noch nicht?? Aber du bewirbst dich schon, oder?” – so dass ich das Gefühl bekomme, dass der Zug demnächst ohne mich abfährt, wenn ich nicht möglichst schnell mein Ticket kaufe. Dabei muss ich doch erst noch herausfinden, wie das, was mir beruflich vorschwebt, sich überhaupt genau nennt (soweit ich mir schon einen Überblick verschaffen konnte, scheinen sich die potenziellen Arbeitgeber in diesem Punkt aber auch noch nicht ganz sicher zu sein).

Ich fühle mich gerade wie zwischen zwei Leben. Das eine konnte ich erfolgreich abschließen, was mich aber auch viel Kraft gekostet hat – vielleicht kommt mir deswegen auch das Leben, das jetzt folgt, gleichermaßen spannend und bedrohlich vor. Die Welt steht mir nun offen, eine große Chance, aber auch eine große Herausforderung. Wie soll es nun weiter gehen? Die schlechteste Antwort auf diese Frage wäre wohl, wenn ich die Zeit nur mit Ängsten und Grübeleien über meine Zukunft verbringe und so zum einen meine Batterien nicht optimal wieder auflade, zum anderen und vor allem aber auch keinen Schritt voran komme. Doch wie findet man im Labyrinth namens Leben den richtigen Weg; den, auf dem man voller Vertrauen, Zuversicht und Motivation auf das Ziel der beruflichen wie persönlichen Erfüllung hin zuschreiten kann? Gibt es diesen Weg überhaupt?

Das neue Jahr beginnt am 25. Januar

January 2nd, 2007 | 1 | Posted in Egocentricity

Ja, ich war auf einer Silvesterparty, habe Raclette gegessen und Sekt getrunken und anschließend mit Freunden in einem Weinberg über dem Stuttgarter Kessel das Feuerwerk bestaunt (und verstanden, weshalb Schwaben an 364 Tagen im Jahr so sparsam sind). Doch für mich beginnt das neue Jahr erst am 25. Januar. Denn erst an diesem Tag werde ich meine mündliche Prüfung, alle vier Abgaben/Präsentationen und damit mein letztes Semester hinter mir haben.

Dann kann ich endlich wirklich 2007 begrüßen – das Jahr, das das wahrscheinlich aufregendste meines bisherigen Lebens sein wird: Wie wird die Abschlussarbeit laufen? Werde ich danach gleich einen Job finden, als was – und vor allem wo?
Viele meine Kommilitonen wollen sich nach diesem Studium noch einen Master-Studiengang suchen, aus unterschiedlichsten Gründen. Der Master steht zwar auch noch auf meiner Liste der Dinge, die ich in meinem Leben erreichen will, aber fürs erste habe ich vom Studieren genug, die freie, wilde Arbeitswelt wartet auf mich.

2007 ist bisher für mich das Jahr der Ungewissheit, aber es ist ein Abenteuer und das Leben sollte ein Abenteuer sein.

Where am I?

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