29 – Der Wiedergeburtstag

July 13th, 2009 | Comments Off | Posted in Egocentricity, Lifestyle Design

Joy_by_Tigr

Wie hat es mich noch letztes Jahr vor meinem 29. Geburtstag gegraut. Das letzte Jahr meiner 20er – die 30 schon drohend über mir schwebend, das nahende Ende meiner Jugend verkündend.

Doch heute ist es soweit: Ich werde 29 – und alles sieht ganz anders aus. Mir geht es großartig und ich blicke völlig optimistisch in mein gerade beginnendes 30. Lebensjahr. Dabei ist es gerade mal ein paar Wochen her, dass ich von einer solchen positiven Grundstimmung nicht einmal zu träumen wagte. Eine sehr schwere Zeit liegt hinter mir, auf die ich hier nicht im Detail eingehen möchte. Doch es sind offenbar wirklich gerade solche schlimmen Zeiten, durch die man einen neuen Blick auf sich selbst und sein Leben gewinnen kann. Auch wenn es natürlich schöner gewesen wäre, dies nicht erst auf die harte Tour lernen zu müssen. Doch manchmal geht es wohl nicht anders.

Inzwischen fürchte ich mich auch nicht mehr vor der großen 3, denn ich fühle mich nun viel mehr in der Lage als noch vor einem Jahr, mein Leben so zu leben wie ich es will – mit Leidenschaft und voller magischer Momente. Daher ist mein heutiger 29. Geburtstag gleichzeitig so etwas wie mein Wiedergeburtstag – der erste Tag meines neuen Lebens.

(Image by Tigr)

Jennifer Garners Tribut an Michael Jackson

July 6th, 2009 | Comments Off | Posted in Magical Reality

Was mir im Sog des Todes von Michael Jackson trotz all der Tragik immer wieder in den Sinn kommt, ist die großartige Szene aus 30 über Nacht, in der die 13jährige Jenna – die im 30jährigen Körper von Jennifer Garner steckt – eine ganze schnöselige Magazin-Party dazu bringt den Thriller zu tanzen.

“30 über Nacht” ist charmant und lustig und regt zum Nachdenken darüber an, ob das, was wir oft als so wahnsinnig wichtig im Leben erachten, wirklich so wichtig ist. Vielleicht wäre ja auch Michael Jackson gern, so wie im Film, einmal zu seinem früheren Selbst zurückgekehrt, so dass er dann mit dem Wissen der Gegenwart einen ganz anderen Weg hätte einschlagen können.

28

July 13th, 2008 | Comments Off | Posted in City Tales, Egocentricity, Lifestyle Design

C|O Berlin - Alec Soth
Schon seit ich 20 war, hatte ich bei jedem Geburtstag das latente Gefühl, nun aber wirklich auf die 30 zuzugehen. Ab heute wird es tatsächlich ernst. 27 – das kann noch als Mitte 20 durchgehen, aber mit 28 sieht man die Schallmauer schon deutlich vor sich. Allerdings: Im Gegensatz zu letztem Jahr bin ich keine Studentin mehr, sondern berufstätig, und habe ein eigenes unabhängiges Leben in einer faszinierenden Stadt gestartet. Ich werde also wirklich erwachsen. Zwangsläufig. Wie wird es nun weiter gehen? Durch mein letztes Lebensjahr bin ich über weite Strecken auf dem Zahnfleisch gekrochen, für die kommenden 12 Monate erhoffe ich mir zwar auch spannende, aber dabei etwas weniger stressige und nervenaufreibende Zeiten.

Heute habe ich übrigens auch die letzte Chance genutzt und die C|O Berlin-Ausstellung des Fotografen Alec Soth besucht. Seine Mode- und Produktfotografie, die erfrischend mit der üblichen Tradition der Modefotografie der eher wenig substanziellen, oberflächlichen Ästhetisierung bricht, hat mir gut gefallen. Wirklich berührt hat mich aber die Serie Ladli mit eindringlichen Schwarzweiß-Portraits indischer Mädchen von Fazal Sheikh, dessen Bilder im Rahmen des Deutsche Börse Photography Prize 2008 ausgestellt wurden. Das Buch zur Serie kann vollständig im Internet betrachtet werden, so dass dieses ergreifende Thema die Aufmerksam so vieler Menschen wie möglich erreicht.

(Plakat von co-berlin.info).

Neues Jahr, neues Leben

January 6th, 2008 | Comments Off | Posted in City Tales, Egocentricity

Ich habe das Ende eines Jahres und den Anfang des nächsten immer gern als willkommene Chance für eine Art Neustart gesehen. Neue Ziele, neue Motivation, neue Gelegenheiten, das Jahr zu einem Besonderen in meinem Leben zu machen. Doch der gerade zurückliegende Jahreswechsel hat das mit dem Neustart wohl sehr wörtlich verstanden: Mit 2008 kam bisher nicht nur der ersehnte neue Job, ich lebe seit dem 1. Januar auch in einer neuen Stadt. Und die heißt Berlin.

Noch zur Zeit meines letzten Eintrags war Berlin als potenzieller Wohn- und Arbeitsort ganz weit weg, und das nicht nur geografisch. Eine interessante Stadt, sicher, aber ich habe dann zunächst doch lieber in anderen, näher liegenden Städten nach Jobangeboten gesucht. Doch dann ging alles ganz schnell und ich bin nun auf einmal Hauptstadt-Bewohnerin. So ganz habe ich es selbst noch nicht realisiert.

Viel gesehen habe ich noch nicht von Berlin, ich kann aber schon mit Sicherheit sagen, dass Berlin riesig groß ist. Und sehr kalt. Und natürlich auch sehr aufregend, mit wahnsinnig vielen Möglichkeiten. Man darf also gespannt sein.

Das Ende ist der Anfang

September 2nd, 2007 | 1 | Posted in Egocentricity, Lifestyle Design

Schon seit einer Woche zieren offizielle Hochschulstempel die vier gedruckten Exemplare meiner Bachelorarbeit. Sie ist also fertig, ich kann nichts mehr dafür tun – auch wenn mich ab und zu noch das spontane Bedürfnis packt, weiter daran zu arbeiten, sie noch besser zu machen. Monate voller Stress und schlechtem Gewissen, sobald ich mal nicht an der Arbeit saß, lassen sich wohl nicht so leicht abschütteln.

Was habe ich sehnsüchtig Pläne geschmiedet für die Zeit nach dem großen Tag: viel feiern, viele schöne Bücher lesen, viele Filme schauen, viel einkaufen gehen, den ganzen Tag gelangweilt in Cafés herumsitzen, einfach nur weil ich es kann. Aber auch bewerben auf all die tollen Arbeitsstellen, die auf mich warten, sobald ich endlich fertig bin. Endlich sich nicht mehr nur fürs Studium stressen, sondern für einen richtigen Job, mit dem ich die Welt verändern und dabei auch noch Geld verdienen kann.

Aber nach einer Woche sieht die Lage etwas anders aus als geplant: Als ich endlich feiern wollte, bin ich vor Müdigkeit fast umgefallen. Filme habe ich so wenige gesehen wie Klamotten-Läden von innen und das Leben in Cafés ist auf Dauer einfach zu teuer. Wenigstens das Lesen klappt einigermaßen, dank Harry Potter #7. Aber über das Thema Bewerbungen will ich am liebsten noch gar nicht nachdenken. Ich bekomme zwar genug Ratschläge in die Richtung: “Mach’ doch erst mal Pause, fahr’ in Urlaub, das Arbeitsleben wird noch früh genug anfangen.” Stimmt ja auch. Aber auf der anderen Seite werde ich auch schon jetzt, direkt nach Abgabe der Arbeit, ständig gefragt: “Hast du schon einen Job? Noch nicht?? Aber du bewirbst dich schon, oder?” – so dass ich das Gefühl bekomme, dass der Zug demnächst ohne mich abfährt, wenn ich nicht möglichst schnell mein Ticket kaufe. Dabei muss ich doch erst noch herausfinden, wie das, was mir beruflich vorschwebt, sich überhaupt genau nennt (soweit ich mir schon einen Überblick verschaffen konnte, scheinen sich die potenziellen Arbeitgeber in diesem Punkt aber auch noch nicht ganz sicher zu sein).

Ich fühle mich gerade wie zwischen zwei Leben. Das eine konnte ich erfolgreich abschließen, was mich aber auch viel Kraft gekostet hat – vielleicht kommt mir deswegen auch das Leben, das jetzt folgt, gleichermaßen spannend und bedrohlich vor. Die Welt steht mir nun offen, eine große Chance, aber auch eine große Herausforderung. Wie soll es nun weiter gehen? Die schlechteste Antwort auf diese Frage wäre wohl, wenn ich die Zeit nur mit Ängsten und Grübeleien über meine Zukunft verbringe und so zum einen meine Batterien nicht optimal wieder auflade, zum anderen und vor allem aber auch keinen Schritt voran komme. Doch wie findet man im Labyrinth namens Leben den richtigen Weg; den, auf dem man voller Vertrauen, Zuversicht und Motivation auf das Ziel der beruflichen wie persönlichen Erfüllung hin zuschreiten kann? Gibt es diesen Weg überhaupt?

Where am I?

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